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Das Glas-Folie-Modul ist der Klassiker unter den Solarmodulen. Vorne schützt eine Glasscheibe die Zellen, hinten schließt eine mehrlagige Kunststofffolie das Modul ab. Jahrzehntelang war das die Standardbauart, und auf vielen Dächern arbeiten solche Module seit über 20 Jahren zuverlässig.
Der größte Vorteil ist das Gewicht. Weil hinten keine Glasscheibe sitzt, wiegt ein Glas-Folie-Modul im Standardformat meist zwei bis vier Kilogramm weniger als ein Glas-Glas-Modul gleicher Größe. Das spürt, wer Module von Hand aufs Dach trägt, und es hilft bei Dächern, deren Statik wenig Reserve hat, etwa bei älteren Scheunen, Carports oder leichten Hallenkonstruktionen.
Die Folie hat aber auch eine Schwäche: Sie ist empfindlicher als Glas. Feuchtigkeit und Sonne setzen ihr über die Jahre zu, und Kratzer beim Hantieren auf dem Dach bleiben nicht ohne Folgen. Deshalb geben die Hersteller auf Glas-Folie-Module meist 15 bis 25 Jahre Produktgarantie, auf Glas-Glas-Module dagegen 25 bis 30. Eine lichtdurchlässige Rückseite gibt es bei dieser Bauart nicht, Glas-Folie-Module arbeiten immer nur mit dem Licht von vorne.
Wenn du zwischen beiden Bauarten schwankst, hilft eine einfache Regel: Zählt das Gewicht, nimm Glas-Folie. Zählt die Lebensdauer, nimm Glas-Glas. Alle anderen Vergleichswerte wie Leistung, Wirkungsgrad und Garantie findest du an jeder Produktkarte. Und wenn du dir unsicher bist, was dein Dach verträgt, schreib uns oder buch eine Beratung.